Thema: Kombikinderwagen + wichtige Infos vor dem Kauf

Wir haben die besten und sichersten Kombikinderwagen getestet und als Entscheidungshilfe übersichtlich präsentiert. Unser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit Ihrem Baby draußen sicher unterwegs sind.

Ratgeber: So ist Ihr Baby draußen sicher unterwegs
Im umfangreichen Ratgeber mit vielen Tipps und Tricks finden Sie wertvolle Infos zum Schutz Ihres Babys vor Witterungseinflüssen, Umweltgefahren und im Straßenverkehr.
Alle Kombikinderwagen im Test
Wir haben die besten und sichersten Kombikinderwagen getestet. Hier finden Sie das richtige Gefährt, maßgeschneidert auf Ihre – und Babys Bedürfnisse.
Die Bestenliste der Kombikinderwagen
In der praktischen Übersicht haben wir für Sie noch einmal alle Testprodukte in Reihenfolge der Testergebnisse aufgelistet.

Was Sie vor dem Kauf wissen müssen

Einen Kombikinderwagen kaufen

Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Kombikinderwagens hier über die verschiedenen Komponenten und erfahren Sie, was für die Sicherheit Ihres Lieblings besonders wichtig ist.

Bezüge und Material

Von Vorteil sind abnehmbare und waschbare Sitzbezüge – schließlich macht so ein Kombikinderwagen über die Jahre einiges mit. Ebenso ist die Freiheit von Schadstoffen von großer Bedeutung. Häufig sind bunte Bezüge besonders intensiv gefärbt worden und geben chemische Ausdünstungen nach und nach ab. Achten Sie deshalb auf Prüfsiegel, die umfangreiche Tests und keine Belastung von Schadstoffen belegen.

Für den Rahmen werden unterschiedliche Materialien verwendet. Aluminiumgestelle sind relativ leicht – das ist beim Schieben und Tragen sehr praktisch. Ein Rahmen aus Stahlrohr hingegen ist besonders stabil.

Federung

Eine weiche Federung bringt bei Geländeausflügen Vorteile mit sich: Erschütterungen werden besser abgefedert – das ist insbesondere für die empfindliche Wirbelsäule von Neugeborenen wichtig. Mit einer festen Federung sind Sie gut beraten, wenn Sie sich besonders viel auf ebenen Asphalt bewegen.

Feststellbremse

Heutzutage verfügen Kombikinderwagen oft über hochwertige Kugellager und leicht laufende Räder. Sie sorgen für wenig Reibung, damit Sie Ihr Baby besser schieben können. Dafür kann der Wagen bergab jedoch schnell in Fahrt kommen und wegrollen. Deshalb sollte jeder Kinderwagen eine Feststellbremse besitzen.

Die Feststellbremse finden Sie an den Hinterrädern des Wagens. Sie muss an beiden Hinterrädern wirken und ist oft durch eine Stange verbunden. Treten Sie auf diese Stange, wird die Bremse aktiviert und beide Räder blockiert. Wenn Sie mit Ihrem Liebling unterwegs sind, sollten Sie bei jedem Halt die Feststellbremse aktivieren und die Räder feststellen – lieber einmal zu viel als zu wenig.

Achten Sie darauf, dass die Bremse stabil, gut zugänglich und einfach zu bedienen ist. Werfen Sie einen Blick auf die Bremskraft – Schieben Sie den Wagen mit festgestellter Bremse mehrmals hin und her. Dabei dürfen die Reifen auf keinen Fall durchrutschen und das Bremsgestänge sollte sich nicht verbiegen. Prüfen Sie bitte auch, ob Sie Ihren Kinderwagen rückwärts die Treppe hinauf ziehen können, ohne dass die Feststellbremse dabei in die Quere kommt.

Fußstützen

Im Idealfall sind die Fußstützen verstellbar. So können sie mit Ihrem Kind mitwachsen und ihm die Möglichkeit geben, selbstständig ein- und auszusteigen, sobald es alt genug ist. Sie sollten auch robust genug sein, um die stetige Belastung durch Schuhe und Gewicht auszuhalten.

Gewicht

Nicht jedes Modell lässt sich problemlos in den dritten Stock tragen. Auch wer oft mit dem Kinderwagen in Bus oder Bahn einsteigen muss, sollte sich sehr dafür interessieren, ob das Gewicht problemlos alleine zu stemmen ist. Leichte Kinderwagen beginnen bei schätzungsweise 9 Kg, sollten nicht schwerer als 15 Kg sein.

Größe und Form

Achten Sie darauf, dass Ihr Baby genug Platz nach oben, unten und zur Seite hat. Die Liege- oder Sitzfläche sollte ausreichend groß sein. Eine gute Liegefläche ist etwa 78 bis 80 cm lang. Die optimale Breite ist 35 cm. Achten Sie auf eine wärmende Unterlage oder legen Sie eine zusätzliche Decke oder ein Lammfell darunter. Je höher die Wände eines Kinderwagens sind, desto besser ist Ihr Baby vor dem Herausfallen geschützt.

Handbremse

Für eine einfachere Handhabung sind einige Kombikinderwagenmodelle mit einer Handbremse ausgestattet. Sie befindet sich am Griff und ähnelt vom Aufbau her einer Fahrradbremse. Die Bremse sollte leicht zu erreichen- und einfach zu bedienen sein. Idealerweise befindet sie sich am Schieber und ist nutzungsgerecht justiert. Besonders bei bergigen Fahrten oder wenn Sie das Körbchen unter der Babywanne nach einem Einkauf etwas schwerer beladen haben, sollten Sie den Kinderwagen mithilfe der Bremse stoppen. Da die Qualität der Reifen auch den Bremseffekt beeinflusst, ist es von Vorteil, stets deren Güte und Abnutzung im Auge zu behalten.

Klappmechanismus

Testen Sie, ob Sie das Zusammenklappen leicht bewerkstelligen können. Werfen Sie dazu einen Blick in die Bedienungsanleitung und testen Sie es live am Kinderwagen. Es ist wichtig, das keine Quetschgefahr für die Finger besteht. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass eine entsprechende Sperre integriert ist, die ein versehentliches Zusammenklappen während der Fahrt mit Baby verhindert.

Prüfsiegel

Das Gütesiegel „GS“ steht für „Geprüfte Sicherheit“: Das Produkt wurde einer freiwilligen Prüfung in einem unabhängigen Labor unterzogen und entspricht den Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG). Auch die TÜV-Plakette, mit der viele, geprüfte Kinderwagen ausgestattet sind, bestätigt, dass mit dem jeweiligen Modell Sicherheitstests durchgeführt wurden.

Die europäische Norm DIN EN 1888 legt für „Transportmittel auf Rädern für Kinder“ Sicherheitsstandards, Qualitätsmerkmale und Anforderungen an die Produktinformation fest. Da alle erhältlichen Kinderwagen-Modelle dieser ins nationale Regelwerk übernommenen Norm (Juni 2003) gerecht werden, finden Sie einen entsprechenden Hinweis oftmals nicht in der Produktinformation wieder.

Radart und Bereifung

Es gibt verschiedene Arten von Rädern für Kinderwagen. Schwenkbare Räder können sich um 360 Grad drehen. Auf befestigten Wegen lässt sich der Wagen so leichter lenken. Geht es ins Gelände, sollten die Schwenkräder arretiert werden. Mit feststehenden Rädern bleibt der Kinderwagen auf der Spur. Das ist vor allem in unwegsamem Gelände von Vorteil.

Zudem sollten Sie sich für die passende Art der Bereifung entscheiden. Hartgummi-Räder sind oft an Buggys angebracht. Sie sind sehr leicht und wendig auf befestigten Wegen, dämpfen aber Stöße nicht optimal ab. Luftkammer-Räder sind eine Kombination aus Hartgummi- und Luftreifen. Sie werden aus aufgeschäumtem Kunststoff hergestellt, in dem sich kleine Luftkammern befinden. Die Luft kann nicht entweichen. Sie federn leicht und geben auf Daumendruck nach. Luft-Räder federn sehr stark und verfügen über ein Luft-Ventil. Sie sind recht schwer und aufgrund der Federung auch für unwegsames Gelände bestens geeignet, müssen aber auch ab und an aufgepumpt werden.

Die Anzahl der Räder spielt auch eine Rolle. Eine größere Anzahl von Rädern gewährleistet eine bessere Gewichtsverteilung und einen festeren Stand. Auch ein großer Radabstand sorgt für Kippsicherheit. Drei- oder Vierrad-Modelle mit großen Rädern sind prima für aktive Eltern geeignet, die auch viel in der Natur unterwegs sind. Doppelräder verbessern die Fahrt auf weichen Untergründen.

Es gibt unterschiedliche Radgrößen. Grundsätzlich gilt, dass größere Räder unflexibler sind, aber auch für eine ruhigere Fahrt sorgen – das ist vor allem auf unebenen Wegen vorteilhaft. 12-Zoll-Räder eignen sich besonders für Spaziergänge auf befestigten Wegen, sie sind nicht für den Laufsport konzipiert. 16-Zoll-Räder können auf jedem Terrain zum Einsatz kommen. Sie sind auch für Läufer geeignet. 20-Zoll-Räder sind für Aktivsportler die richtige Wahl, die häufig größere Strecken zurücklegen möchten.

Rückenlehne

Mit einer verstellbaren Rückenlehne können Sie auf die situativen Bedürfnisse Ihres Kindes reagieren. Wenn es z.B. schlafen möchte, bringen Sie die Lehne einfach in Liegeposition. Ein Kinderwagen mit großer Liegefläche kann Sie und Ihren Nachwuchs länger begleiten.

Schieber

Es gibt sogenannte Schwenkschieber. Mit einem Schwenkschieber wird nicht die Sitzeinheit aus- und wieder eingehängt, sondern lediglich die Schiebestange von der einen auf die andere Seite umgelegt. Wie bei der umsetzbaren Sitzeinheit können Sie mit dem Schwenkschieber flexibel auf situative Bedürfnisse Ihres Kindes und die Wettersituation reagieren.

Praktisch ist es, wenn sich die Schieberhöhe individuell an die Größe des Schiebenden anpassen lässt. Schließlich wollen Oma und Opa oder das ältere Geschwisterchen auch mal gern das jüngste Familienmitglied chauffieren. Die individuelle Anpassung geschieht entweder durch Ausziehen bzw. Einfahren des Schiebers (Teleskopschieber) oder Veränderung des Knickwinkels (Knickschieber).

Sicherheit

Auf Gurte oder Schutzbügel sollten Sie insbesondere dann großen Wert legen, wenn Ihr Kind bereits selbstständig (im Buggy) sitzen kann. Ist der Bügel abnehmbar, kann Ihr Kind ab einem gewissen Alter auch alleine ein- oder aussteigen.

Bei Gurten verhindert eine gute Polsterung unangenehmes Drücken oder Einschneiden. Der 5-Punkt-Gurt wird wie ein Hosenträger umgelegt. Reflektoren sorgen für Sichtbarkeit im Straßenverkehr und sind, grade, wenn Sie häufig im Dunkeln unterwegs sind, zu empfehlen. Sie können auch nachträglich am Kombikinderwagen angebracht werden, wenn sie im Lieferumfang nicht enthalten sind.

Stabilität

Überprüfen Sie, ob der Kinderwagen stabil ist und sich z.B. nicht einfach umkippen lässt. Denken Sie immer daran, den Kinderwagen am hinteren Ende nicht mit Einkäufen zu überladen, denn sonst wird er einseitig beschwert und somit gefährlich instabil.

Umsetzbare Sitzeinheit

Bei einem „Umsetzer“ können Sie den jeweiligen Aufsatz unkompliziert in Fahrtrichtung oder gegen die Fahrtrichtung montieren. So hat Ihr Kind entweder freie Sicht nach vorne oder Blickkontakt mit Ihnen. Auch bei starker Sonneneinstrahlung o.Ä. kann eine umsetzbare Sitzeinheit praktisch sein. Wenn die Sitz- bzw. Liegeeinheit ein Sichtfenster auf der Rückseite hat, können Sie Ihren Liebling auch bei der Lage in Fahrtrichtung sehen.